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Stellungnahme: Berufstätigkeit der Eltern darf bei der Platzvergabe von Betreuungsplätzen keine Rolle spielen

 

 

 

Liebe Frau Bürgermeisterin, liebe Gemeinderäte,

 

die Berufstätigkeit der Eltern darf bei der Platzvergabe von Betreuungsplätzen keine Rolle spielen!!

 

Im aktuellen Satzungsentwurf der Gemeindeverwaltung werden berufstätige Eltern/Mütter gegenüber Nicht-Berufstätigen bevorzugt – sprich: die berufstätige Mutter bekäme eher einen Betreuungsplatz als eine Nicht-Berufstätige Mutter.

 

Das sehen wir sehr kritisch, denn…

 

Jedes Kind hat einen Anspruch auf Bildung!

 

Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan sagt:

 

  1. Zu den Hauptaufgaben verantwortungsvoller Bildungspolitik zählt es, ALLEN Kindern frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen und -Chancen zu bieten. Im Fokus steht das Recht auf Bildung von Anfang an.

 

  1. Die ersten 6 Jahre sind in der Entwicklungsbiographie eines Kindes die entwicklungsreichsten und die lernintensivsten Jahre. Je solider und breiter die Basis an Wissen und Können, desto leichter und erfolgreicher lernt das Kind danach.

 

Hinzukommt, dass seit dem 01.08.2013 JEDES KIND Anspruch auf einen Kindergartenplatz (§ 24 SGB VIII) hat. Hier wird nicht zwischen berufstätigen und nicht-berufstätigen Eltern unterschieden!

 

Dieser Rechtsanspruch besteht ab dem Tag des dritten Geburtstages (nicht nur zum beginnenden Schuljahr) und ohne weitere Voraussetzungen, wie bspw. Berufstätigkeit der Eltern.

 

Unserer Ansicht nach darf nicht die Berufstätigkeit der Eltern ausschlagkräftiges Kriterium für die

Vergabe eines Betreuungsplatzes sein, sondern das Alter des Kindes als auch die anderen Kriterien,

die wir für Sie ausgearbeitet haben.

 

Darüber hinaus möchten wir uns bei Ihnen allen bedanken, die sich in den letzten Wochen und  Monaten mit den Themen „Kind & Familie“ betreffend, so intensiv beschäftigt haben.

 

 

 

Stellungnahme für GR 22.3.18
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