Sie haben Zeit und sind gerne mit Kindern zusammen? -  Dann machen Sie mit!

 

 

Wir möchten Generationen zusammenführen, Eltern entlasten, Freizeitgestaltung für Senioren anbieten und mehr (Großeltern-)Zeit für Kinder ermöglichen. Dazu möchten wir ein Netzwerk von Leih-Omas/Opas und Familien aufbauen, die sich gegenseitig unterstützen.

 

 

Flyer Leih-Oma-Opa
Flyer Leih-Oma-Opa - final.pdf
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Interview mit einer Leih-Oma

 

Anfang 2018 rief der Arbeitskreis Kind und Familie interessierte Senioren/innen dazu auf, sich als Leih-Oma/Opa zu melden. Die Idee, Senioren eine Beschäftigung zu bieten, die Spaß macht, einen kleinen Nebenverdienst einbringt und Kindern mehr Großeltern-Zeit ermöglicht, geht auf.

Wir haben eine Leih-Oma und die Familie ihres Leih-Enkels getroffen und gefragt, wie das denn so läuft.

 

Arbeitskreis Kind und Familie (AK): Wie sind Sie zusammengekommen?

 

Leih-Oma (LO): Wir sind über die Anzeige des Arbeitskreises Kind und Familie im Gemeindeblatt und ein erstes gemeinsames Treffen mit Mutter und Kind zusammengekommen.

Familie des Leihenkels (FdL): Ja, wir haben uns im Rahmen des Leih-Oma Projektes eher zufällig kennen gelernt, und die Chemie zwischen unserem Sohn und der Leih-Oma hat von Anfang an gestimmt.

AK: Warum wollten Sie Leih-Oma werden?

LO: Ich bin gerne mit Kindern zusammen, und so fand ich die Idee, mich als Leih-Oma zu engagieren und dabei gleichzeitig eine Familie zu unterstützen, großartig. Die Anzeige kam zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, meinem Wohnort.

AK: Warum haben Sie eine Leih-Oma gesucht?

FdL: Da von unseren leiblichen Großeltern leider bereits eine Oma verstorben ist und die anderen rund 600 km entfernt leben, hat unser Sohn nur sehr selten die Möglichkeit, Zeit mit ihnen zu verbringen. Durch die Treffen mit der Leih-Oma kann sich unser Sohn trotzdem an den Umgang mit der Großeltern-Generation gewöhnen und hat die Chance, von ihren Erfahrungen zu profitieren.

AK: Wie haben Sie sich organisiert?

LO: Zunächst haben wir ein wöchentliches Treffen pro Woche vereinbart. Dieses findet nach gemeinsamer Absprache statt.

FdL: Zum Kennenlernen war bei den ersten Treffen immer einer von uns mit dabei. Inzwischen ziehen Oma und Enkel ganz allein los. Für die Betreuung unseres Sohnes haben wir uns gemeinsam auf eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung geeinigt. Außerdem haben wir eine Unfallversicherung bei der KUVB abgeschlossen, die haushaltsnahe Tätigkeiten wie Babysitten abdeckt. Der geringe Umfang der Tätigkeit und diese Versicherung machen eine Anmeldung bei der Minijobzentrale nicht erforderlich.

AK: Wie oft sehen Sie Ihren Leih-Enkel?

LO: Ich sehe meinen Leih-Enkel zwei Stunden in der Woche.

AK: Was unternehmen Sie gemeinsam mit Ihrem Leih-Enkel?

LO: Die Unternehmungen finden im Wohnbereich der Familie statt. Wir spielen und gehen spazieren.

AK: Was macht Ihnen am meisten Spaß?

LO: Ich freue mich immer auf unser Treffen. Zusammen verbringen wir eine schöne Zeit und haben viel Spaß. Vor allem beim Spazierengehen gibt es viel zu entdecken, auch für mich. Da kommt das Kind in mir durch. Mein Leih-Enkel lehrt mich innehalten, lauschen, staunen und den Augenblick zu genießen. Ein Geschenk!

FdL: Es ist toll zu sehen, wie offen unser Sohn seine Leih-Oma mit einem Strahlen an der Tür begrüßt und sie gleich in Richtung Kinderzimmer zieht.

 

Haben Sie auch Zeit und sind gerne mit Kindern zusammen? Dann werden Sie Teil unseres „Leih-Oma/Opa Projektes“ und begleiten die Entdecker von morgen.

 

Kontakt: Katrin Leideritz und Maike Körner

Tel.: 08102-8746535

E-Mail: AK.Kindundfamilie.Hoesie@web.de