Telekom erhöht auf 100 MBit und bietet dabei 40 MBit upload

Stand: 12.01.2017

Wir freuen uns über unsere Einigung mit der Deutschen Telekom, die Festnetzanschlüsse in unserer Gemeinde auf bis zu 100 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s (!) im Upload umzustellen. Dies betrifft fast das gesamte Ortsgebiet, ist aber technisch mit der verwendeten Vectoring Technik nicht überall umsetzbar.

 

Die Arbeiten sind nun abgeschlossen. Ab jetzt können Sie die neuen Tarife buchen.

http://www.telekom.de/schneller

Da Vectoring noch entfernungsempfindlicher ist als die herkömmliche Technik, staffelt sich die neue Maximalgeschwindigkeit in die Zonen 30/50/100 MBit.

Ausbau Telekom vorl. Planung-Excel 15.11.16
Straßenliste_Höhenkirchen_15.11.16.xlsx
Microsoft Excel-Dokument [570.4 KB]

Wichtiger Hinweis für den "Nahbereich" der Telekom in Höhenkirchen

Die Vermittlungszentrale steht in der Brunnthaler Str.
Anschlüsse die von dort direkt versorgt werden, unterlagen bis vor kurzem der EU-Regulierung und durften nicht auf Glasfaser mit Vectoring umgestellt werden. Diese Beschränkung ist nun aufgehoben und die Telekom wird vermutlich in den nächsten 1-2 Jahren auch hier aufrüsten.

Welche Straßen betroffen sind, erkennen Sie aus dem nachfolgenden pdf Lageplan. Ferner aber auch im Excel, 2. Reiter "Nahbereich".

Nahbereich Ausbau folgt später
Karte
Höhenkirchen-Siegertsbrunn09184127_Nahbe[...]
PDF-Dokument [530.3 KB]

Weitere Neuigkeiten zu Breitband-Angeboten in unserer Gemeinde:

Für Neubaugebiete in unserer Gemeinde haben wir gute Chancen von der Telekom FTTH (also Glasfaser direkt ins Haus) zu bekommen. Das erste Gebiet, wo dies umgesetzt wird, ist der Pöttinger Bau zwischen Wächterhofstr. und Hirschwinkelstr., die neue Verbindungsstr. zwischen diesen beiden ist die im Bau befindliche Konzellerstr.
Hier bekommen Sie 200/100 MBit up-/downstream und zwar "immer", nicht "bis zu".

Hinweis: dies gilt nur für private Haushalte, nicht für Firmenkunden der Telekom! Dort kommt typischwerweie das Produkt Company Connect (auch Glasfaser) zum Tragen.

Vodafone - Kabel Deutschland

Auch Vodafone/Kabel Deutschland hat aufgerüstet und bietet jetzt große Teile mit 100 und 200 MBit an. Allerdings hat das Fernsehkabel zwei Nachteile:

1. Die Uploadgeschwindigkeit bei der 100 MBit Leitung beträgt lediglich 6 MBit

2. Da das Coaxkabel nicht sternförmig, sondern als Baumstruktur ausgelegt ist, teilen Sie sich diese Banbreite mit vielen anderen. Vodafone veröffentlicht nicht, wie viele Teilnehmer an einem "Strang" hängen. Das ist so ähnlch wie beim Handy mit LTE und GSM: man teilt sich die Bandbreite mit vielen anderen und weiß nie, wie viele gerade auch im Internet unterwegs sind. Dennoch: in der Praxis funktioniert es i.d.R. gut.

Hinweise für Firmen:

Wenn Sie eine feste IP Adresse benötigen, sind Sie in jedem Fall auf Firmen-Produkte der Deutschen Telekom (oder dierekten Wettbewerbern) angewiesen. Kabel Deutschland sagt zwar, dass sie dies auch können, aber nach merhrfach schlechter Erfahrung aus anderen Gemeinden, raten wir davon ab.

Ausblick:

Wir werden im Laufe dieses Jahres alle verfügbaren Vodafone und Telekom Geschwindigkeiten in unser GEO-System einpflegen und als pdf hier veröffentlichen. Das erlaubt ihnen bis auf die Hausnr. herunter nachzuschlagen, was verfügbar ist

Breitband Ausbau mit Glasfaser bis ins Gebäude (FttB):

 

Breitbandversorgung für Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Die Zukunftswerkstatt mit ihrem Arbeitskreis Arbeit und Wirtschaft beschäftigt sich seit einem Jahr mit der Planung für den Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur für unsere Gemeinde. Auslöser war die abnehmende Attraktivität unserer Gemeinde für zukunftsträchtige Gewerbebetriebe und Planungsbüros. Denn in München und seit letztem Jahr auch in vielen Nachbargemeinden wird der Glasfaserausbau mit Nachdruck vorangetrieben. Diese Technik heißt FFTB oder FTTH (fiber to the building/home).  
   
Von Anbieterseite gibt es kein Interesse, in unserer Gemeinde den Glasfaserausbau vorzunehmen: zu gering ist die Wohnungsdichte in ländlichen Gemeinden, um dies zu den heute durchsetzbaren Preisen jemals ohne Verlust betreiben zu können. Das gleiche gilt für die Nachbargemeinden, die den Ausbau deshalb schon heute bezuschussen. 

Wir haben nach einstimmiger Genehmigung durch den Gemeinderat 2011 einen Masterplan
für den Ausbau der ganzen Gemeinde mit Glasfaser fertiggestellt und in das Geodaten-System der Gemeinde eingepflegt. Dabei hat uns ein spezialisiertes Ing.-Büro unterstützt. Diese Ergebnisse wurden im Oktober wiederum dem Gemeinderat vorgestellt.

Übersichtsdarstellung zu den großen Bandbreiten-"Fressern"

 

 

Wie soll das Projekt realisiert werden?

Das Konzept sieht vor, dass die Gemeinde mit Beteiligung von Fördergeldern die Leerrohr-Infrastruktur bereitstellt. Die Infrastruktur hat einen Lebenszyklus von etwa 50 Jahren. Die dafür notwendigen Verlegungskosten sollen durch die Nutzung modernster Verlegungstechniken ebenso wie durch die Beilegung in anderweitig geplante Grabungsarbeiten kostengünstig gestaltet werden. Ferner werden wir uns an dem neuen Bayerischen Förderprogramm, das 2013 Fahrt aufnehmen wird, beteiligen.

Mittels Ausschreibung wird dann ein Telekom-Anbieter ermittelt, der die sogenannten
aktiven Komponenten installiert und betreibt.

Der Anbieter erbringt die Basisleistungen wie 50/100 MBit Internetzugang (up- und downstream), Telefonie und TV (IPTV). Er selbst oder andere bieten weitere Dienste an, z.B. Video on Demand, Intelligent Metering, die Steuerung dezentraler alternativer Energiequellen, Optimierung der Elektro-Mobilitäts-Infrastruktur und vieles andere mehr.

Unser Ziel ist, dass sich die großen Telekom- und Kabel-TV-Anbieter auf dieses Netz aufschalten, so dass die Bürger ohne Providerwechsel (erst einmal) weiter ihre vertrauten Dienste nutzen können. Danach kann dann bedarfsgesteuert in aller Ruhe entschieden werden. Die Preise für die schnellen Dienste orientieren sich an den marktüblichen Preisen in München.

Für gewerbliche Nutzer, Home-Office Anwendungen, öffentliche Einrichtungen etc. stehen frei skalierbare Leistungsangebote zur Verfügung. Da hier der Bedarf am höchsten ist, werden die Gewerbegebiete zeitlich zuerst angebunden.

Wir sind oft gefragt worden, ob Glasfaser denn nötig sei, wenn doch jetzt die LTE Funktechnik komme. Nun, LTE ist mittelfristig geeignet, die Smartphones mit höheren Internetgeschwindigkeiten zu versorgen. Es hat jedoch nur eine sehr beschränkte Bandbreite von ca. 50 MBit, die sich alle Teilnehmer des Versorgungsmastes teilen müssen. Wenn man also neben den Smartphones eine ganze gemeindliche Infrastruktur damit bedienen wollte, müssten wir unzählige Funkmasten aufstellen. Ein Provider würde dies nur tun, wenn wir es bezahlen. Damit sind wir wieder dabei, dass die Kommune die Infrastruktur stellen muss. Aber die Kosten pro MBit sind sehr viel höher und wir laufen in die leidvollen Diskussionen darüber, ob und wo neue Funkmasten aufgestellt werden dürfen.



Können defekte oder veraltete Glasfaser-Adern später ausgetauscht werden?

Ja. Der Telekom-Betreiber bläst die Glasfasern mit Druckluft in die Leerrohre, das sind kleine Microtubes (auch Speedpipes genannt) von 7-20 mm Durchmesser. Später können weitere Fasern eingeblasen werden oder alte herausgezogen werden. Jede Wohneinheit erhält mindestens 2 Fasern. Damit sind in Zukunft auch noch viele 1000 MBit Geschwindigkeiten realisierbar
J.



Wie stehen wir danach im Vergleich zu München und unserem Landkreis dar?

Nun, München ist uns zeitlich voraus und wird nächstes Jahr alle Gebäude innerhalb des Mittleren Rings bis ins Haus hinein verkabelt haben. Technisch gesehen machen sie das gleiche wie wir.

Im Landkreis gibt es schon einen starken Glasfaserausbau, der aber nur bis zu den (zahlreichen) Verteilern in den Gemeinden reicht. Deshalb ist dort technisch bestenfalls VDSL möglich. Dies bedeutet 25-50 MBit downstream und etwa 3 MBit upload. Die Infrastruktur ist nicht dafür ausgelegt, mittel- oder langfristig das Glasfaser bis ins Haus zu ziehen. Vergleichend gesprochen sind wir also später dran, aber

(a) wir haben heute schon eine bessere Grundversorgung als die meisten der gerade aufrüstenden Gemeinden, und

(b) wir sind mit weitem Abstand zukunftssicherer aufgestellt, da wir für alle praktischen Fälle über Jahrzehnte jede gewünschte Geschwindigkeit im Downstream und im Upload anbieten können, ohne die Verkabelung erneut anfassen zu müssen.